Was geschah wirklich auf der Playboy Mansion? Exklusiv Interview mit Patient Zero

Die Meldung ist heute Thema Nummer Eins. Ob Bild, Focus, Spiegel oder Welt Online. Überall konnte man heute Halbwahrheiten über eine mysteriöse Krankheit erfahren, die Ihren Ursprung auf der Playboy Mansion hatte.

Angefangen hat alles mit einem einfachen Status Update bei Facebook: Christian M. (Name von der Redaktion geändert) hatte per Facebook gefragt, ob es nur ihn und seine beiden Geschäftspartner erwischt hat, oder ob auch andere Gäste besagter Party an ähnlichen Symptomen leiden. Am Donnerstag den 3. Februar 2011 hatte er mit Freunden und Geschäftspartnern ein Charity Fundraiser auf der Playboy Mansion besucht. 48 Stunden später war er zurück in Deutschland und erlitt hohes Fieber, Husten und Kreislaufprobleme. Schnell zeigte sich, dass es nicht nur ihn erwischt hatte. Mehr als fünf seiner deutschen Kollegen klagten über ähnliche Symptome und er verfasste besagtes Facebook Post:

Mehr als 157 Kommentare erhielt Christian M. (Name von der Redaktion geändert) inzwischen auf sein Facebook-Post.Schnell zeigte sich das ganze Ausmaß der Erkrankung: Mehr als 80 Freunde und Kollegen waren betroffen. Nachdem ein erster Labortest bei einem schwedischen Kollegen einen positiven Befund auf Legionellen ergab, geriet sowohl die Grotte der Playboymansion als auch eine Nebelmaschine zur Befeuchtung des Partyzeltes in Verdacht. Seitdem geistert die Story durch die deutsche Blätterlandschaft und wird von einem sensationsgeilen Medium nach dem andern falsch widergegeben. Wir haben ein Exklusivinterview mit Christian M. (Name von der Redaktion geändert) geführt und er nimmt zu den Vorwürfen Stellung:

“Besucher der Playboy-Villa von Hugh Hefner kämpfen nach amerikanischen Medienberichten mit einer rätselhaften Krankheit. Nach einem Wohltätigkeitsessen in dem Haus in Los Angeles hätten mehrere Dutzend Menschen über schwere Symptome geklagt, meldete die „Los Angeles Times“ (Welt.de)

Christian M.: “Die Party fand im Garten der Playboy Mansion statt. Es handelte sich zudem um kein Abendessen sondern eine Veranstaltung mit Fingerfood und hochprozentigen Getränken.”

“Der Hausherr, immerhin schon 84, hat die Party offenbar putzmunter überstanden, ist fit für Ehe Nr. 3″ (Bild.de)

Christian M.: “Hugh Hefner war auf der Party nicht anwesend. Er befand sich zum Zeitpunkt des Charity-Fundraisers höchstwahrscheinlich in der Villa selbst und hatte keinen Kontakt zu den Partygästen.”

“Anfang Februar gab “Playboy”-Gründer Hugh Hefner in seiner Villa, der berühmten Mansion, eine Wohltätigkeitsparty” (Shortnews.de)

Christian M.: “Siehe oben. Die Party fand im Garten statt und Hugh Hefner war sicherlich nicht Gastgeber dieser Party.”

Zum tatsächlichen Hergang berichtet Christian M.:

“Fakt ist: Die Vermutung, dass die Infektion auf der Playboy Mansion stattfand ist nicht von der Hand zu weisen. Bisher haben sich auf meinem Facebook Post über 80 Leute geäussert, die auf der Party anwesend waren und krank wurden. Auch die Tage vor besagter Party hatten wir im Rahmen einer Konferenz Abendveranstaltungen. Am letzten Abend auf der Playboy-Mansion war nur ein Teil der Konferenzteilnehmer anwesend. Bisher hat sich bei mir aber kein Teilnehmer gemeldet, der nicht auf dem Playboyfundraiser war und dennoch Symptome erlitt. Als weitere Infektionsquelle wird in vielen US-Medien das Hotel erwähnt. Zahlreiche Teilnehmer (ich und meine Geschäftspartner eingeschlossen) haben jedoch nicht im Tagungshotel übernachtet.Zunächst gingen wir alle natürlich von einer einfachen Grippe oder womöglich einer Ansteckung mit der Schweinegrippe aus. Mein Test auf Schweinegrippe war jedoch negativ. Zudem berichten viele der Erkrankten, dass die Symptome erst nach einer Behandlung mit Antibiotika abnahmen – ein sicheres Zeichen für eine Bakterienerkrankung und keinen Virus. Auch verschiedene Meldungen über Lungenentzündungsähnliche Symptome lassen auf die Legionärskrankheit bzw. ihre schwächere Form, das Pontiac-Fieber schliessen. Dies gilt auch für die häufig berichteten Symptome wie Muskelschmerzen, Brustschmerzen und Schüttelfrost.

Am Wochenende hat mich dann auch eine Dame vom Center for Disease Control and Prevention Los Angeles County kontaktiert, die der Sache nun nachgeht. Auch die Anfragen diverser US-Fernsehsender häufen sich seit gestern. Unglaublich, welche Wellen das alles schlägt.”

Nett scheint es den Bildern nach dennoch gewesen zu sein:


Comments

3 Responses to “Was geschah wirklich auf der Playboy Mansion? Exklusiv Interview mit Patient Zero”
  1. Lustmolch sagt:

    Legionellen hin oder her. Das wärs mir wert!

  2. Geile Ischen sagt:

    Geile Ischen! Bei Playboy Mansion hätte ich aber eher an andere Krankheiten gedacht, als an Legionellen! :)

  3. Christian Alexander Tietgen sagt:

    Dann sollten sie wohl lieber nicht wieder da hingehen.

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